Schnee, Schnee, Schnee!
Hier soll nicht die Rede vom weißen Pulver sein, das manche brauchen, um ihrem Leben „Sinn“ zu geben, sondern von langsam verfestigtem Wasser. Die kleinen Kristalle führen jedes Jahr wieder zu großen Problemen. Aber eigentlich tragen nicht die Flocken Schuld, die ja völlig absichtslos von einem Adriatief über unser Land verteilt werden, sondern alle, die sich nicht an die Wettergegebenheiten anpassen: Autofahrer und -innen ohne Licht, dafür mit Sommerreifen, Fußgänger, die an Schutzwegen stehen bleiben, um die Häuser der anderen Straßenseite zu betrachten, Radfahrer und -innen.
Viele benützen das Wetter auch, um auf der Straße mit ihrem großen Geländefahrzeug Schlitten zu fahren. Leider nimmt das elektronische Fahrmanagement mit ABS und ASR und ähnlichen Abkürzungen (n.b. kennen Sie den VguA?) dem Fahrer (absichtlich keine weibliche Form!) nur das Denken ab, ersetzt aber nicht die physikalischen Gesetze. So nähert man sich den Grenzen der Bodenhaftung und merkt es erst, wenn man sie überschritten hat, dafür dann umso deutlicher. Und alle anderen auch, die sich auf der Autobahn ebenfalls im Baustellenbereich, aber hinter dem betreffenden SUV befinden; sie brauchen sich um eine Sonntagnachmittagsbeschäftigung keine Sorgen mehr zu machen…
Doch Schnee bedeutet auch: eine helle ruhige saubere Welt, Zudecken des doch schon recht unansehlichen Bodens, Verbergen des herumliegenden Spielzeugs und der noch immer nicht zusammengerechten Blätter, Schneebälle, die unverhofft aus unerwarteten Richtungen kommen, kalte, aber klare Luft, Winter. Genießen wir, dass sich die Jahreszeiten wieder unterscheiden, wer weiß, wie lange das noch der Fall ist…
Nicht vergessen: es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung (gilt auch für den geliebten Vierrädler…).


Ich warte schon auf die neuen Beiträge von dir! LG Renate