Trott und Motivation
Wie ich letzte Woche schrieb, bedeutet das Verlassen des gewohnten Alltags für mich neue Erfahrungen, zusätzliche Bekanntschaften und andere Eindrücke – alles für Reisende selbstverständlich. Worauf ich allerdings bei meinen letzten „Ausbrüchen“ geachtet habe: Gewisse Konstanten im Alltag trotzdem durchzuführen – das Schreiben der „Morgenseiten“ habe ich bei beiden Ausflügen beibehalten, aber auch die eine Seite am Abend, die in einem Jahr zu einem kompletten Roman führen könnte, schrieb ich kontinuierlich weiter. Meine Outlook-Eintragungen verwalte ich auch regelmäßig, und die lückenlose Erfassung der Einfälle und Ideen – meistens in Aufgaben umgearbeitet – funktioniert auch: Es werden immer mehr, aber durch die konsequente Anwendung diverser Ansichtstechniken im Outlook bleibt mir trotzdem der Überblick erhalten. Und jeden zweiten oder dritten Tag sehe ich die Aufgaben durch und verlängere die Fälligkeitstermine.
Ich habe auch eine Hängeregistratur angelegt, mit Tagen und Monaten durchnummeriert (43-Ordner-System), benutze sie aber maximal einmal in der Woche, weil ich einfach zu wenig Papier im Durchlauf habe. Allerdings kann ich dort andere Dinge „versenken“, an die ich denken muss. Wie ich in Motivation I+II beschrieben habe, versuche ich gerade, Outlook mit David Allens GTD-Methode zu verschränken und das Ganze dann an meinen persönlichen Arbeitsstil anzupassen. Momentan sind mein Schreibtisch und mein Eingangsordner total überladen, was für mich aber weniger Demotivation bedeutet als früher, weil ich weiß, dass das Aufräumen bedeutet schneller geht als bisher, wenn ich mich konsequent dahinterklemme.
Alles in allem bin ich noch nicht zufrieden, aber trotz Krankheit und Reisen habe ich es geschafft, eine weitere Konstante zu meinen anderen Umstellungen hinzugefügt: Ich lese wieder mehr, nicht nur Fachliteratur, sondern auch „nur“ zum Vergnügen: Eine halbe Stunde pro Tag. Nicht viel, aber wie sagte Neil Armstrong: Ein kleiner Schritt…


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