Zeit ver-managen
Wie viel Zeit kann man mit dem Planen und Zeit-Managen verbringen? Aus Erfahrung kann ich sagen: jede Menge! Ein kleiner Einblick in meine Tätigkeiten der letzten Woche:
- Im Internet fand ich eine Verbindung der GTD-Methode mit Outlook und probierte sie gleich aus, aber sie entsprach nicht meinen Erwartungen.
- Daher begann ich, Makros für Outlook zu schreiben, um meine bereits eingetragenen 274 Aufgaben in Projekte oder erste Schritte umzuwandeln – was nicht wenig Zeit kostete. Besonders, da ich bereits wieder vergessen hatte, dass ich schon Kategorien bearbeitet hatte und infolgedessen einige Zeit mit Recherche verbrachte, statt Programmteile zu kopieren…
- Auch das Weiterlesen im Buch (Zeitmanagement mit Outlook, siehe unten) und
- das (mehrmalige) Anhören von „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam“ beim Fahren im Auto brachte keine wirkliche Weiterentwicklung hin zum Bearbeiten. Wie Johannes Kleese in seinem Blog „Getting Nothing Done“ schrieb, kann man mit GTD alles geregelt bekommen, aber erledigen muss man es immer noch selber.
- Also setzte mich am Sonntag hin und begann eine „Schneeflocke“ (eine deutsche Zusammenfassung erschien im „Textart“ 2/2008 – und wie ich die Nummer in den alten Heften suchte, fand ich einen Artikel im 4/2008 „Zeitmanagement für Autoren“, den ich natürlich sofort – noch einmal – lesen musste!) für eine Geschichte zu entwickeln, die mir schon längere Zeit im Kopf herumgeht. Diese Geschichte entwickelte sich bis Dienstag ganz gut.
- Mittwoch war ich in der Arbeit sehr angehängt (immer eine wunderbare Ausrede),
- Donnerstag auch und noch von der Familie vereinnahmt (noch bessere Ausrede) und
- Freitag beim Schreibstammtisch – also ruht sie seitdem.
- Immerhin habe ich Donnerstag und Freitag jeweils eine Seite zum Thema „Warum ich heute nicht weitergeplottet habe“ geschrieben – manche sagen, im Schreibfluss bleiben sei alles…
Ich habe viele Gegner der „Schneeflockenmethode“ im Netz gefunden (z.B. hier), stellte jedoch fest, dass ich nach Szenenplanung gut schreiben kann (das „gut“ bezieht sich auf „kann“, da mein Schreiben noch nicht von der Öffentlichkeit beurteilt werden kann). Ich sehe eine Szene vor meinem „Inneren Auge“ und kann sie wie einen Film ablaufen lassen – nicht jede Szene, aber mit der Zeit immer mehr. Also schaue ich mir die Szenenplanung an und schreibe die Szene, die einen Film in mir ablaufen lässt. Die „Schneeflocke“ ist für mich ein gangbarer Weg, zu dieser Szenenplanung zu kommen.
Was plane ich in nächster Zeit? Weiter mit Zeitplanung zu arbeiten und hoffentlich bald aus der „Mindsweep“-Phase in die „Review“-Phase der GTD-Methode zu kommen: Alle „losen Enden“ zugeordnet und aus den „Kontextlisten“ genügend Schritte zur Abarbeitung meiner 274 aktiven Aufgaben erledigt zu haben. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich muss noch ein paar Aufgaben und Termine eintragen, die mir gerade eingefallen sind…


Eine Antwort schreiben